„Mein größtes Hindernis? Weibliche Konkurrenz.“
Unlängst habe ich mich mit einer Professorin unterhalten, eine Frau mit internationalen Gastprofessuren, mehreren Forschungsaufträgen und Präsidentin eines Businessclubs. Kurz: Eine Frau, die viel wissen will, Verantwortung trägt und Karriere macht.
Auf meine Frage nach den größten Hürden auf ihrem Weg kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Weibliche Konkurrenz.“
Das sitzt. Und wenn ich ganz ehrlich bin: Ich kenne das auch. Ich habe auf meinem Weg unglaublich viel Support von Frauen erfahren, aber eben auch existenzielle Dramen.
Als Schauspielerin blicke ich aus einer ganz eigenen Perspektive auf dieses Phänomen. Denn in der Darstellung gilt: Eine Rolle entsteht nie allein. Sie entsteht immer im Verhältnis zu den anderen Figuren im Raum. Aber wer entscheidet, wo die stehen?
Thelma und Louise, zwei der wohl berühmtesten Filmkomplizinnen, bleibt in den 90ern nichts anderes übrig, als, verfolgt von einer ganzen Horde Polizisten, mit ihrem Thunderbird ins Jenseits abzudampfen. Dabei wollten die beiden eigentlich nur einen Ausflug machen, geraten aber in eine Notlage und brechen aus ihren Rollen aus. Auf ihrer Flucht werden sie immer härter. Sie rauben, vögeln, sprengen einen Tanklaster in die Luft – und landen am Ende punktgenau im alten Skript von Macht, Härte und Gewalt. Bis ihnen nur noch der Sprung über die Klippe bleibt. Die Weiblichkeit bleibt, im wahrsten Sinne des Wortes, auf der Strecke.
Wie ist das heute?
Müssen wir eigentlich immer noch in diese alten Skripte verfallen, wenn es um die Sache der Frauen geht? Müssen wir uns anpassen, härter werden als das Klischee, unproduktive Konkurrenz bedienen, um unseren Platz zu bekommen?
Oder gibt es einen Weg, diese Rollen im Alltag völlig neu zu interpretieren?
Ich durfte mich diesem Thema widmen: Christine Kronenberg, Geschäftsführerin von FEMALE RECCOURCES mit der ich vor drei Jahren darüber ins Gespräch gekommen bin, hat es nicht losgelassen und sie hat mich auf eine Dampferfahrt eingeladen, um über genau dieses Thema zu referieren.
Wer Lust hat, sich das Ergebnis anzuhören oder diesen Impulsvortrag in die eigene Organisation, das Unternehmen oder Netzwerk zu holen: Man kann mich buchen.
Ihr kennt mich ja - ich komme rum!
