Welt-frauentag
Recklinghausen, 10 Uhr morgens.
Sonnenschein und frischer Wind. März eben.
08. März: Weltfrauentag. 100 Frauen schauen erwartungsvoll auf mich.
Denn ich habe ihnen heute etwas mitgebracht: Schauspielwissen für das echte Leben.
Im Eingangsbereich hat uns eine Ausstellung darüber erwartet, was viele wunderbare Frauen vor uns schon bewegt haben.
Welche Schritte sie gegangen sind.
Welche Gestaltungsmacht sie sich erobert haben.
Oft im Hintergrund. Oft wurden sie erst Jahre nach ihrem Tod überhaupt gesehen und geehrt.
Deshalb habe ich das Schauspielwissen mitgebracht.
Nicht, damit wir unsere Rolle(n) besser spielen.
Sondern damit dieses wertvolle Kulturwissen darüber, wie man ins Handeln kommt und die eigenen Rollen so gestaltet, dass sie sich auch für einen selber gut anfühlen, Frauen auf dem weiteren Weg zur Verfügung steht. Und ja, der scheint noch lang zu sein...
Aber ich schaue in nickende Gesichter.
In lachende.
Sogar in jubelnde.
Und spreche über Handlungskompetenz, Resilienz, Verbindung. Darüber, dass im Schauspiel zwei wirkunsgvolle Worte reichen, um eine innnere Haltung zu entwickeln, die das alles möglich macht.
Und am Ende feiern wir.
Wir feiern den Moment.
Dass unsere Vorgängerinnen den Weg dafür bereitet haben.
Dass diese Veranstaltung heute auf den Weg gebracht wurde.
Dann ziehen alle wieder los.
Jede auf ihrem Weg.
100 Frauen.
Jetzt mit Schauspielwissen und ein paar praktischen Tipps in der Tasche,
wie man unterwegs selbstsicher weiterkommt.
Merde! ruft man im Theater.
Viel Mist!
Denn gerade aus dem Mist macht man mit Schauspielwissen Gold.
Merde, liebe Recklinghäuserinnen!
Vielen Dank für die Einladung liebe Gleichstellungsbeauftragte FraukeLindberg und
🙏
